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Neurologie-Psychiatrie

© Adobe Stock / Orawan

Vielleicht Alzheimer? Zwei Befunde als früher Hinweis

Wie kann man scheinbar gesunde Personen identifizieren, die aber tatsächlich an Alzheimer erkrankt sind? Einer aktuellen Studie zufolge gibt es hier zwei wesentliche Indizien.

Kognitive Probleme, die mit objektiven Testverfahren jedoch nicht messbar sind, können die Betroffenen ernsthaft beunruhigen. Inzwischen hat sich herausgestellt:  Diese subjektiven Gedächtnisstörungen (SCD) sind ein Risikofaktor für eine spätere Demenz, allerdings noch kein eindeutiges Warnsignal. Die Frage ist daher, wie man scheinbar gesunde Personen identifizieren kann, die aber tatsächlich an Alzheimer erkrankt sind und mit großer Wahrscheinlichkeit eine Demenz entwickeln werden. Eine aktuelle Studie  des Deutschen Zentrums für Neurodegenerative Erkrankungen kommt zu  dem Schluss: Subjektive Gedächtnisstörungen in Verbindung mit auffälligen Werten von Beta-Amyloid im Nervenwasser sind ein starkes Indiz für eine sich entwickelnde Alzheimer-Erkrankung.  Bei der Einteilung in sechs Stadien, bei der Stufe 6 eine schwerwiegende Demenz darstellt, entspricht die Kombination von SCD und Amyloid-positivem Status nach Einschätzung der Forscher der Stufe 2.

Quelle: Frank Jessen et al., Alzheimer’s & Dementia (2022), DOI: 10.1002/alz.12674