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Medizin

© Adobe Stock / luckybusiness

Alkohol – mehr Schaden bei Jüngeren als bei Senioren

Eine aktuelle Analyse geht den Auswirkungen des Alkoholkonsums auf den Grund. Die Summer der positiven bzw. negativen Effekte sieht dabei in den einzelnen Altersgruppen ganz unterschiedlich aus.

Eine neue Analyse der „Global Burden of Disease“-Studie bestätigt die oft proklamierten günstigen Auswirkungen von geringen Alkohol-Mengen bei älteren Menschen. Ganz anders sieht es bei Jüngeren aus: Hier lässt sich kein positiver Einfluss auf die Gesundheit feststellen. Die Nachteile waren bei den Jüngeren vor allem auf Verletzungen zurückzuführen – Verkehrsunfälle, Selbstverletzungen und interpersonelle Gewalt. Die Menge, die auf Dauer am besten für die Gesundheit ist, liegt im Alter von 15–39 Jahren bei täglich 0,136 Drinks für Männer bzw. 0,273 Drinks für Frauen. Ein Drink entspricht ca. 100 ml Rotwein oder 375 ml Bier. Über 65-Jährige dürfen das Glas weiter füllen: Bei ihnen liegt der entsprechende Wert bei 0,636 Drinks für Männer und 0,656 Drinks für Frauen. Trinken sie mehr, steigt bei ihnen insbesondere das Risiko z.B. für die ischämische Herzkrankheit, Hirnblutungen und ischämische Schlaganfälle. Erstaunlicherweise waren hier die Grenzwerte für Frauen höher als für Männer.

Quelle: Lancet 2022; DOI: 10.1016/S0140-6736(22)00847-9