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Kardiologie

© Adobe Stock/peterschreiber.media

Herzinsuffizienz: Verheiratete leben länger

Wie wirkt sich der Familienstand bei Patienten mit chronischer Herzinsuffizienz auf die Überlebensprognose aus? Forscher gingen dieser Frage in einer Studie nach.

Die Studie von Dr. Fabian Kerwagen vom Deutschen Zentrum für Herzinsuffizienz Würzburg schloss über 1.000 Patienten ein, die aufgrund einer dekompensierten Herzinsuffizienz ins Krankenhaus eingeliefert worden waren. Im Hinblick auf die allgemeine Lebensqualität fanden sich keine Unterschiede zwischen verheirateten und unverheirateten Patienten. Doch  hinsichtlich der Selbstwirksamkeit und den sozialen Einschränkungen waren Unverheiratete klar im Nachteil: Sie hatten weniger Vertrauen in den Umgang mit ihrer Erkrankung und waren in der sozialen Teilhabe  – Hobbys, Freizeit­aktivitäten, Freunde – stärker eingeschränkt. Während der 10-jährigen Nachbeob­achtungszeit   hatten Unverheiratete im Vergleich zu Verheirateten ein um ca. 60%  höheres Todesrisiko, wobei Verwitwete das höchste Risiko aufwiesen.

Quelle: Deutsches Zentrum für Herzinsuffizienz Würzburg