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Reportagen

Check-in: Wiesbaden

Der Wiesbadener Kurpark, der unmittelbar hinter dem Kurhaus beginnt, wurde 1852 im Stil eines englischen Landschaftsgartens angelegt.

© Wiesbaden Marketing GmbH/Martin Kunz

Blick auf den Hessischen Landtag, im Hintergrund die neugotische Marktkirche

© Adobe Stock/CPN

Die Nerobergbahn (Wasserlast- und Zahnstangen-Standseilbahn, 1888), führt vom Nerotal auf den Neroberg, wobei sie auf einer Länge von 438 m und bei einer durchschnittlichen Steigung von 19 % einen Höhenunterschied von 83 m überwindet.

© Wiesbaden Marketing GmbH

Das RheinMain CongressCenter im Herzen von Wiesbaden wurde im Frühjahr 2018 eröffnet.

© RheinMain CongressCenter

Unmittelbar am Rheinufer des Wiesbadener Stadtteils Biebrich liegt das Biebricher Schloss, eines der bedeutendsten Barock-Schlösser entlang des Rheins.

© Adobe Stock/oxie99

Für die hessische Landeshauptstadt lohnt es sich, etwas Zeit einzuplanen. Nicht nur das Casino ist einen Besuch wert – wenn Attraktionen und Gastronomie nach dem Corona-Shutdown wieder aufmachen dürfen.

Erica Gebhart (Text)

Herrschaftliche Altbau-Villen, Gründerzeithäuser und altehrwürdige Prachtbauten prägen das Stadtbild. Kein Wunder, dass die Stadt am Rhein zu den wohlhabendsten im ganzen Land zählt. Das wusste schon immer auch die Prominenz zu schätzen. Kaiser Wilhelm II., Zar Nikolaus II. und der russische Schriftsteller Dostojewski nächtigten einst im Grandhotel „Nassauer Hof“. Damals wie heute zeigt sich Wiesbaden (www.wiesbaden.de) gerne mondän. Darauf ein Gläschen in Ehren! Der Firmensitz von „Henkel Trocken“ brachte den Beinamen „Sektstadt“ ein. 

Wussten Sie schon …

dass die ehemalige Kaiserstadt mit ihren 15 Thermalquellen zu den ältesten Kurbädern Europas zählt? Schon die alten Römer genossen das wohltuende Nass und ließen sich um 6 bis 15 n. Chr. dort nieder. Fast 2000 Jahre danach werkelte der Architekt und Stadtplaner Christian Zais (1770-1820) an dem weltberühmten Kurhaus inkl. Casino. Dostojewski (1821-1881) war später häufig zu Gast in Wiesbaden, auch des Glückspiels wegen. Nicht nur einmal verzockte er dort seine komplette Reisekasse!

Pracht & Prunk 

Das Alte Kurhaus mit Casino glänzt mit seinem Foyer und dem schwarz-weißen Fußbodenmosaik, der 21 m hohen Glaskuppel und den vier griechischen Götterstatuen. Im Casino herrscht Kleiderordnung. Jackett muss sein! Doch für nur 2,50 EUR Eintritt und mit etwas Glück rollt hier der Rubel (Kurhausplatz 1, Eintritt Foyer frei, www.wiesbaden.de, spielbank-wiesbaden.de).

Marktkirche. Aus rotem Backstein erbaut, geschmückt mit Türmen, Türmchen und Figuren, einem Carillon aus 49 Bronzeglocken (Glockenspiel Sa um 12 Uhr) und der größten Orgel Hessens, auf der einst Albert Schweitzer spielte. Für Schwindelfreie gibt’s Führungen auf dem Dach (Marktplatz, Di-Fr 14-18, Sa 10-11 und 12-16, So 14-17 Uhr, www.marktkirche-wiesbaden.de).

Auf die Gesundheit! 

Kochbrunnen. Hier plätschert 67 Grad heißes Wasser aus der Natrium-Chlorid-Thermalquelle. Kosten kann man es im Pavillon. Gehört zum täglichen Ritual vieler Wiesbadener, schließlich soll es den Stoffwechsel anregen und ordentlich entschlacken (Kranzplatz).

Kaiser-Friedrich-Therme. Eine Saunalandschaft im Stil eines antiken Badehauses mit säulenverzierten Räumen und verschnörkelten Ornamenten. Hier wird, außer donnerstags, übrigens textilfrei gebadet (Langgasse 38-40, www.wiesbaden.de).

Ansichten & Aussichten

Hohe Kunst! Die farbenprächtige Ausstellung „Lebensmenschen. Alexej von Jawlensky und Marianne von Werefkin“ ist nach München nun auch in Wiesbaden zu sehen (noch bis 23.8., www.museum-wiesbaden.de). Mit der Wiesbaden-App (erhältich im App Store oder Google Play Store) kann man jederzeit virtuelle Museumsrundgänge unternehmen

Der Neroberg am östlichen Stadtrand ist zwar nur 245 m hoch, doch der Rundblick bis nach Rheinhessen herrlich. Sehenswert ist dort auch die russische Kirche mit fünf vergoldeten Zwiebelkuppeln aus dem 19. Jh. Zudem gibt es auf 80 m Höhe das Opelbad, ein Schwimmbad mit Aussicht auf die Stadt. Die Auffahrt mit der Nerobergbahn gehört fast schon zum Wiesbaden-Pflichtprogramm, sie ist die zweitälteste mit Wasserballast betriebene Drahtseil-Zahnstangenbahn Europas (www.nerobergbahn.de).

Laufen, Biken & Luftholen

Im Tier- und Pflanzenpark Fasanerie, wo nebenbei einer der größten Mammutbäume Deutschlands zu sehen ist. Auch schön: der Weinerlebnisweg durch die malerische Landschaft im oberen Rheingau und natürlich die kilometerlangen Strecken entlang des Rheinufers

Radverleih:www.meinrad-wiesbaden.de, www.der-radler-wiesbaden.de

Kulinarische Tour 

Spaziergang zu kleinen Familienbetrieben inkl. Verkostung, auch individuelle Touren (www.das-isst-wiesbaden.de)

Schauen & Kaufen 

Luxusgeschäfte reihen sich an der Wilhelmstraße (der „Rue“) aneinander. Kleine Läden findet man in der Wagemann-, Graben- und Nerostraße oder im Westend entlang der Bleich- und Wellritzstraße. 

Schokolade & Pralinen, handgefertigt mit feinsten Aromen bei „Chocolateria Kunder“. Nicht nur die Limoncello-Trüffel zergehen auf der Zunge (Wilhelmstr. 12, www.kunder-confiserie.de).

Handgemachte Taschen, auch für Smartphones und Tablets, werden bei „Burning Love“ gefertigt (Klingholzstr. 14, www.burninglove.de).

 

Essen & Trinken

Curry Manufaktur. Die wahrscheinlich beste Currywurst außerhalb Berlins (Römertor 3 und auf dem Wochenmarkt, www.curry-manufaktur.de)

Café Maldaner. Kaffeehaus seit 150 Jahren mit feinsten Kuchen und Kaffeesorten (Marktstr. 34, www.maldaner1859.de)

Bobbeschänkelche. Uriges Lokal mit Hausmannskost auf hohem Niveau (Röderstr. 39, www.bobbeschaenkelche.de)

Ristorante Comeback. Atmosphäre wie in Italien. Kleine, feine Auswahl (Gold-gasse 13, www.ristorante-comeback.de)

Manoamano. Ausgezeichnete Cocktailbar, hauseigener „Amato“-Gin. Witzig geschriebene Karte. Nebenbei gibt’s hier die beste Pizza der Stadt! (Taunusstr. 31, www.manoamano-bar.de)