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Neurologie-Psychiatrie

SFMS
Die Elektroden der Small Fiber Matrix Stimulation aktivieren gezielt die dünnen Nervenfasern. Hier am Beispiel bomedus Rückenband.
© bomedus

Niederfrequente Elektroimpulse gegen den Schmerz

Nach 5-jähriger Forschungsarbeit hat die Forschungsgruppe „Pain Reduction“ der Universitätsklinik Bonn mit Leiter Dr. med. Tobias Weigl mit der Small Fiber Matrix Stimulation, kurz SFMS, einen weiteren, sanften Weg aus der Schmerzspirale gefunden und die Technologie in CE-zertifizierte Produkte überführt.

Der Wirkmechanismus:

Niederfrequente Elektroimpulse (bei 4 Hz) stimulieren überstrapazierte nozizeptive Aδ-Fasern und C-Fasern, deren freie Nervenendigungen in der obersten Hautschicht liegen, und reduzieren die Reizweiterleitung auf ein Normalmaß. Betroffene, die unter chronischen Schmerzen durch beispielsweise Arthrose, Meniskusschäden, einen Bandscheibenvorfall, rheumatische Beschwerden oder den sogenannten unspezifischen Schmerz leiden, legen dazu ein textiles Band um die betroffene Körperregion. Auf der Innenseite des Bandes befinden sich die zur Stimulation nötigen Elektroden punktförmig angeordnet und können mithilfe einer handlichen Fernbedienung individuell eingestellt werden. Die Bänder sind größenverstellbar und speziell für die besonderes strapazierten Körperregionen wie oberer und unterer Rücken, Knie- und Ellbogengelenk, Nacken sowie bei Stumpfschmerzen einsetzbar. Erfahrungsgemäß reichen zwei Einheiten von jeweils 20 Minuten pro Tag, um den unerträglichen Dauerimpuls zu normalisieren.

Weitere Informationen:

Krankenkassen: Private Krankenkassen und Berufsgenossenschaften übernehmen die Kosten meist in vollem Umfang. Unabhängig davon können sich Patienten die Schmerzbänder aktuell für sechs Monate leihen und zu Hause testen. Der Leihpreis von 350 Euro wird beim Kauf komplett angerechnet. Erhältlich sind die Produkte direkt bei Bomedus und kooperierenden Sanitätshäusern. Kosten beim Direktkauf: 599 Euro.

Die Aufnahme einer neuen Elektrotherapie in den Leistungskatalog der Krankenkassen ist (noch) nicht vorgesehen, da TENS diesen Bereich (vorerst) abdeckt.

Kooperationspartner:

Zahlreiche Kooperationspartner und Förderer wie u.a. das „Bundesministerium für Wirtschaft und Energie“, das „Ministerium für Innovation, Wissenschaft und Forschung des Landes Nordrhein-Westfalen“ oder die „Max-Planck-Gesellschaft“ unterstützen die Forschungs- und Entwicklungsarbeit aktiv und zeigen damit die Relevanz und Einzigartigkeit der neuartigen Technologie sowie das Potential, was dahinter steckt.

Link zum Wirkmechanismus https://bomedus.com/blog/wirkmechanismus/

Quelle: Borgmeier PR