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Medizin

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Positiver Trend: Vorbehalte gegen Impfungen rückläufig.
© Colourbox/NorGal

Studie: Impfungen im Aufwärtstrend

Immer mehr Menschen in Deutschland haben eine positive Einstellung zum Impfen. Dies zeigen die neuen Daten der bundesweiten Repräsentativbefragung der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) „Einstellungen, Wissen und Verhalten von Erwachsenen und -Eltern gegenüber Impfungen“. Befragt wurden bundesweit 5.054 Personen im Alter von 16 bis 85 Jahren.

Die Studiendaten belegen, dass sich 77 Prozent der -Erwachsenen „befürwortend“ oder „eher befürwortend“ für eine Impfung aussprechen, 17 Prozent haben teilweise Vorbehalte und sechs Prozent lehnen eine Impfung ab. Damit ist der Anteil der Erwachsenen, die Impfungen befürworten bzw. eher befürworten, gestiegen. Im Jahr 2012 lag er noch bei 61 Prozent.

Dr. med. Heidrun Thaiss, Leiterin der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung BZgA, freut sich über diesen positiven Trend Entwicklung. Denn „Impfungen sind der bestmögliche Schutz vor ansteckenden Infektionskrankheiten.“ Allerdings zeigen die Studienergebnisse auch Wissenslücken – so sind die Impfempfehlungen gegen Masern im Erwachsenenalter in der Gruppe der nach 1970 Geborenen nur 28 Prozent der Befragten bekannt.

Ein Teil der Befragten äußert trotz grundsätzlicher Impfbereitschaft Vorbehalte und Ängste gegenüber Impfungen. Mehr als ein Viertel ließ nach eigenen Angaben in den vergangenen Jahren eine oder mehrere anstehende Impfungen nicht durchführen. 29 Prozent begründen dies mit Angst vor Nebenwirkungen und 21 Prozent zweifeln an dem Schutz der Impfung vor einer Krankheit.

Von den befragten Eltern stehen 80 Prozent Impfungen positiv gegenüber. 14 Prozent geben an, dass sie Impfungen teils befürworten, teils ablehnen, und fünf Prozent sprechen sich generell dagegen aus. Speziell den Impfschutz von Kindern gegen Masern halten 57 Prozent für besonders wichtig und 34 Prozent für -wichtig.

Den BZgA-Studiendaten zufolge kommt nach wie vor der Ärzteschaft die Schlüsselrolle bei der Aufklärung zu gesundheitsrelevanten Themen zu: Das persönliche Gespräch mit einem Arzt oder einer Ärztin ist für nahezu alle befragten Personen (97 Prozent) die bevorzugte Informationsquelle für Impfungen. Eine große Mehrheit der Befragten findet es ebenfalls (sehr) gut, durch ein Gespräch mit einer medizinischen Fachkraft (90 Prozent) oder über Informationsbroschüren und Faltblätter (74 Prozent) informiert zu werden.

Quelle: Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA)