Newsletter

Infektiologie

© Colourbox

Polio: Welche Risiken bestehen heute?

Zwar ist die Poliomyelitis weltweit stark zurückgegangen, dennoch kann eine Einschleppung nach Deutschland nicht ausgeschlossen werden. Wie lauten die aktuellen Empfehlungen zur Polio-Impfung?

Anlässlich des Welt­polio­tags Ende Oktober sind die Enteroviren Thema im Epi­de­mio­lo­gischen Bulletin 43/2019. Der Beitrag aus dem Natio­nalen Referenz­zentrum für Polio­myelitis und Entero­viren geht auf die globale Polio-Situation und die Impf­quoten in Deutsch­land ein. Trotz des welt­weiten starken Rück­gangs der Polio­myelitis kann eine Ein­schleppung von Polio­viren nach Deutsch­land nicht aus­ge­schlossen werden, daher ist die Impfung gegen Polio nach wie vor wichtig. Die Ständige Impf­kommis­sion empfiehlt ins­ge­samt vier Impf­dosen inner­halb der ersten zwei Lebens­jahre. Die Impf­quote bei den Schul­an­fängern betrug zuletzt 92,9% und lag damit unter dem von der Welt­ge­sund­heits­organisation (WHO) geforderten Ziel von 95%.

Die WHO fordert auch ein ver­lässliches Über­wachungs­system, um ein etwaiges Auf­treten von Polio­viren schnell zu er­kennen. In Deutsch­land wird dies in Form einer syn­dro­mi­schen Entero­virus-Sur­veil­lance realisiert. Der Beitrag im Epi­de­mio­lo­gi­schen Bulletin informiert auch über die Er­geb­nisse der Enterovirus-Surveillance der vergangenen Jahre.

Epidemiologisches Bulletin 43/2019 (PDF, 260 KB, Datei ist nicht barrierefrei)

Quelle: Robert Koch-Institiut