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Neue App speziell für Ärzte sorgt für sicheren Datenaustausch.
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"WhatsApp" exklusiv für Ärzte

Mit der kostenlosen Messenger-App Doctorsgate.com von Medizinstudent Robert Musmann haben medizinische Fachkräfte die Möglichkeit, sensible Patientendaten auszutauschen.

Anfang 2020 tritt das digitale Versorgungsgesetz in Kraft. Mit dem Vorstoß möchte das Bundesministerium für Gesundheit digitale Angebote wie die elektronische Patientenakte möglichst flächendeckend einführen. Gesundheits-Apps gibt es dann auf Rezept und Ärzte dürfen ihre Sprechstunden online abhalten. Der Medizinstudent Robert Musmann aus Hameln steht bereits jetzt in den Startlöchern und hat nichts Geringeres zum Ziel, als mittels digitaler Technik den Informationsaustausch innerhalb der Medizin zu verbessern. Mit der Messenger-App Doctorsgate.com, die im Apple Store und auf Google Play kostenlos zum Download bereitsteht, haben medizinische Fachkräfte die Möglichkeit, sensible Patientendaten auszutauschen.

Medizinische Kommunikation – schnell, mobil und digital

In seinem Praktischen Jahr stellte Robert Musmann mit Erschrecken fest, dass viele Ärzte immer noch sensible Patientendaten über den Messenger-Dienst WhatsApp austauschen. Die Idee für Doctorsgate.com war geboren. Die App bietet medizinischen Fachpersonen die Möglichkeit, das persönliche Netzwerk mithilfe eines sicheren Instant-Messaging-Dienstes zu pflegen und zu erweitern. Über verschlüsselte Einzel- und Gruppenchats können Bilder und andere Medien mit Kollegen ausgetauscht werden. Im Newsfeed lassen sich besonders interessante oder schwierige Patientenfälle mit Fachkollegen anonymisiert teilen. Somit entsteht ein funktions-, fach- und generationsübergreifender Dialog: Die Pflegekraft kommuniziert mit dem Mediziner, der Medizinstudent mit dem erfahrenen Arzt. Neben den umfangreichen Messaging-Funktionen bietet Doctorsgate.com weitere nützliche Werkzeuge. So kann ein Arzt die Einverständniserklärung des Patienten per Fingerunterschrift auf dem Smartphone einholen. Mit einem Bildbearbeitungswerkzeug lassen sich Patientenfälle anonymisieren.

Sicherheit an erster Stelle

Ein hohes Augenmerk liegt bei der in Deutschland entwickelten App auf dem Datenschutz und auf den strengen Regeln, die für medizinisches Fachpersonal gelten. Alle registrierten User müssen zunächst die Zugehörigkeit zu ihrer Berufsgruppe nachweisen, bevor sie an dem medizinischen Netzwerk teilnehmen können. Doctorsgate.com verhindert zudem, dass Medien in dem persönlichen Fotoarchiv des Smartphones oder in einem cloudbasierten Dienst landen. Alle Daten werden ausschließlich und isoliert auf dem Endgerät gespeichert und nach spätestens 30 Tagen gelöscht. Eine Speicherung auf deutschen oder ausländischen Servern ist somit ausgeschlossen. Ein Team von so genannten Case Moderatoren verhindert, dass nicht anonymisierte Patientenfälle hochgeladen werden. „Mit Doctorsgate.com übertreffen wir die branchenüblichen Datenschutzbestimmungen“, stellt Musmann fest.

Und was kommt danach?

Geht es nach Musmann, ist Doctorsgate.com nur ein erster Schritt in einer allumfassenden Digitalisierungsstrategie. In Zukunft sollen alle Akteure im Gesundheitswesen medizinische Patientendaten über Information- und Kommunikationstechnologien wie Doctorsgate.com austauschen. Der Arzt von morgen muss dann eine weitere wichtige Qualität aufweisen. Neben der medizinischen Expertise und einer betriebswirtschaftlichen Denke spielt die digitale Kompetenz eines Mediziners eine wichtige Rolle.

Marileen Tänzer