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Medizin

Heiß Kalt – unterwegs mit Anton

03.01.2018

Kaum zu glauben, dass das Salzwasser knapp zwei Grad minus hat und immer noch flüssig ist.
Trotz des kalten Wassers wachsen farbenprächtige Seeanemonen, Korallen und Schwämme unter der Eisoberfläche.
Mittagspause in einer Jagdhütte weit draußen auf einer Insel mitten im Weißen Meer.
Wer es in den einsamen Jagdhütten warm haben will, muss selbst Hand anlegen.
In klaren Nächten gibt es immer wieder Polarlichter, die über den Himmel irisieren.
Bereitliegende Birkenzweige für das Banya.
Mit Skidoo und angehängten Schlitten geht es täglich hinaus zu den Eislöchern.
Übersichtskarte

Eine Geschichte, die das Leben schrieb

von Gerald Nowak (Bilder und Text)

»Let me entertain you«. Ein breites Grinsen zeichnet sich unter dem dichten Bart von Anton Yayechka ab. Er ist gut drauf, immer. Tauchen ist seine Leidenschaft und dies das ganze Jahr, und er kennt die Vorurteile, die viele Gäste haben, die zum ersten Mal Urlaub bei »Väterchen Frost« machen. »If you think, you know us Russians, you are wrong!«, stellt er richtig, »denn was ihr kennt, sind nur Moskauer. Die wahren Russen haben ein großes Herz, warm wie ihre Sauna«. 

Es zischt und dampft. Anton wedelt mit den Birkenzweigen. »The show must go on«, er grinst und schlägt zu, kräftig.
Der »Geschlagene« nimmt es hin. Es klingt wie ein rhythmisches Rauschen, sieht aus wie eine Choreografie. »You will love our rus-sian Banya«, der Schweiß fließt in Strömen, mehr bei Anton, als bei dem »Geschlagenen«. Nach einem Tag auf dem Eis bei zweistelligen Minusgraden gibt es nichts besseres, als sich in einer russischen Sauna, dem »Banya«, aufzuheizen. Traditionell bearbeitet man sich dabei gegenseitig mit getrockneten Birkenzweigen, die aufgeweicht in heißem Wasser für eine gute Durchblutung sorgen. 

Nach drei Saunagängen und mehreren »Spezialbehandlungen« weiß auch Anton, was er getan hat.  Ist es für die »Warmduscher« aus dem fernen Zentraleuropa schon anstrengend, zwei Eistauchgänge pro Tag zu absolvieren, hat er heute gleich fünf davon. Ist nicht immer so, kann er erzählen, aber drei sind es fast jeden Tag. Das dann an sechs Arbeitstagen, drei volle Monate am Stück. Das bringt selbst einen hartgesottenen Russen an die Grenzen. Schon mehrere Jahre kommt er hierher ans Weiße Meer zu Michael Safonov, dem Gründer und Initiator der Polaren Eistauchbasis »Arctic Circle Dive Center«.

Hütten auf Kufen für den Komfort

In der Nacht sind die Temperaturen auf unter minus 25 Grad gefallen. Kurz nach Sonnenaufgang packen Ivan Kronberg und Mechael Hrobostov Holzscheite in den Schlitten. Die beiden gehören zum Stamm der Eistauch-Instructors, die auf der Basis seit vielen Jahren arbeiten. Irgendwie sehen sie auch aus wie echte Russen. Wettergegerbte Gesichter, rauschende Bärte – kräftige Männer, einfach kernig. 

Während Ivan immer zu Scherzen aufgelegt ist, gehört Mechael eher zur verschlossenen Sorte Mensch. Wenn er Vertrauen gefasst hat, dann ist auch er eher eine Frohnatur und plaudert wie ein Wasserfall. Nastya, Masha, Oksana, die drei Frauen aus der Küche, haben für die Gäste Suppe gekocht. Eine kräftige Hühnerbrühe mit viel Gemüse und Kräutern findet in einer Thermobox auf dem Schlitten Platz. Genauso wie die Kettensäge, Treibstoff für die Motorschlitten, Ersatzteile und persönliche Ausrüstung der Eistauch-Crew. Noch bevor die tauchenden Gäste aus ihren Betten gekrochen kommen, sitzen Ivan und Mechael auf dem Ski-Doo und fah-ren Richtung Eistauch-Camp. 

Anton pfeift ihnen nach, Mechaels Hund Taiga will mit. Wie der Blitz saust dieser los und folgt dem Motorschlitten. Mechael gibt Gas, denn er weiß, sein Hund wird die ganze Strecke hinterherrennen. Vier Kilometer sind für den Schlittenhund ein Klacks und mehr ein Aufwärmtraining, denn Anstrengung. 

Am Eistauchplatz angekommen, werden zuerst die Hütten angeheizt. Jede der Hütten ist mit einem kleinen Holzofen ausgestattet, der von außen zu beheizen ist. Damit ist der Innenraum rauchfrei und bereits nach wenigen Minuten kuschelig warm. Wenn die Gäste zwei Stunden später eintreffen, ist die Tauchausrüstung perfekt temperiert. Die Hütten sind auf Kufen montiert, damit die Eistaucher es bequem haben. Je nach ausgewähltem Eisloch, bekommt jeder »seine« Hütte direkt dorthin gezogen. Für Mechael und Ivan eine Selbstverständlichkeit, denn auch sie selbst wollen warm und ohne langwierige Schlepperei direkt ins Eiswasser eintauchen. Kalt wird einem dort von alleine. 

Die Kettensäge täglich anwerfen

Jeden Tag müssen die geplanten Eislöcher frei geschnitten werden. Die Tauchstellen sind bereits am Anfang der Saison festgelegt worden, doch bei den vorherrschenden Temperaturen gefrieren sie bereits nach wenigen Stunden wieder komplett zu. Nach einer kalten Nacht wie heute ist das Eis am Tauchloch wieder gut 20 Zentimeter dick. Da heißt es, die Kettensäge anschmeißen. 

Die meisten der Tauchlöcher sind drei-eckig, damit es den Tauchern leichter fällt, hinein und wieder hinaus zu kommen. Nur das Ausbildungsloch ist mehr als doppelt so groß und viereckig, damit die Eistauchanfänger ein wenig offenes Wasser über dem Kopf haben, wenn sie die ersten Übungen machen. Ja, auch Eistauchausbildung wird hier angeboten. Wer ohne Eistauchbrevet im »Arctic Circle Dive Center« anreist, kann das Brevet hier machen. Die Ausbildung muss aber bereits im Vorfeld gebucht werden.

Gegen acht Uhr trudeln die Gäste gemächlich beim Frühstück ein. Frisches Brot und ein Berg an Wurst, Käse, selbst gemachte Marmeladen und Honig verleiten mehr zu essen, als für die geplanten Tauchgänge gut ist. Kurz vor neun Uhr kommt der Chef persönlich, um ein ausgiebiges Briefing für die Neuankömmlinge zu halten. Die erste Einführung dauert fast zwei Stunden, bevor der Tross an Tauchern mit Sack und Pack hinaus aufs Eis fährt. Eine bunt  zusammengewürfelte Truppe aus verschiedenen Teilen Deutschlands fiebert dem ersten Eistauchgang am Polarkreis entgegen. Anton gibt das Signal zur Abfahrt. Das Wetter ist perfekt, es herrscht minus sechs Grad und die Sonne lacht vom wolkenlosen Himmel. 

Ivan und Mechael erwarten die Neuankömmlinge bereits und teilen die Gruppe auf. Je zwei Taucher beziehen eine Hütte, die für den kompletten Aufenthalt nur für sie da ist. Schön kuschelig warm ist es darin, damit weder die Taucher noch die Ausrüstung bereits beim Zusammenbau einfrieren. Je nach Qualifikation und Vorkenntnissen werden die Taucher an die verschiedenen, vorbereiteten Eislöcher geführt. Zur Eingewöhnung geht es zuerst ins Flachwasser. Nur gut zwei Meter Wasser befinden sich unter der 40 Zentimeter dicken Eisdecke. »We have low tide, so, no worry, when you leave the water, it’s not less than now«, Anton grinst und gleitet ins Eisloch. Er begleitet zwei der erfahrenen Eistaucher, um zu überprüfen, dass sie auch wirklich unter Eis zurechtkommen. Zwei weitere Taucher führen die Eisleinen. Ivan überprüft auch das und korrigiert, wenn die Leinen zu straff oder zu schlaff geführt werden. 

Vodka und russische Lieder heizen ein

Die Überwindung ist groß. Fast zwei Grad Minus, da brennt das Wasser im Gesicht wie Feuer. Wer da keine separate Eishaube auf hat, braucht große Überwindung, den Kopf unter die Eisdecke zu stecken. Doch ist es erst mal geschafft, ist die Faszination unter der Eisdecke grenzenlos. Es liegt kaum Schnee auf dem Eis, so dass es unglaublich hell ist und der Kelp golden leuchtet. 

Langsam entfernen sich die Taucher vom Loch. Große Grundeln fliehen vor den blubbernden Eindringlingen. Einsiedlerkrebse und Seesterne krabbeln zwischen den Algen umher. An der Eisdecke kleben Millionen winziger Garnelen. Wachsrosen, Anemonen und kleine orangerote Weichkorallen bedecken die Felsen. Es gibt so vieles zu sehen, dass kaum einer die Kälte spürt. Besonders spannend sind die Eisbrüche über den Felsklötzen. Bei Ebbe legt sich die Eisdecke über die Steine und bricht, bei Flut werden sie über das gebrochene Eis getürmt. So entstehen im Laufe des Winters überall dort, wo Felsen unterm Eis sind, riesige Eistürme an der Oberfläche. Unter Wasser bilden sich über den Felsen regelrechte Kuppeln, wo durch die Risse die Sonnenstrahlen faszinierende Lichtstimmungen zaubern. 

Mit jedem Tauchgang dürfen die Taucher sich an tiefere Tauchplätze wagen. Nur wer keinen Buddy hat, muss weiterhin mit Anton, Mechael oder Ivan tauchen. Wer den Segen der Guides hat, kann als Buddyteam allein auf Entdeckungsreise unter das Eis vorstoßen. Die Tauchgänge sind anstrengend und meist nur zwei pro Tag überhaupt durchführbar. vorbereiten, Leinen führen, anziehen, umziehen, essen, ruhen und tauchen, das schafft den Körper, aber der Geist wird wach. Glücklich und zufrieden fahren die Schlitten mit den Tauchern täglich am späten Abend zurück zur Basis. Dort warten schon das Banya, eine warme Dusche und ein heimeliges Kaminfeuer in den Hütten. 

Am dritten Tag steht eine Expedition auf dem Programm. Es soll weit hinaus aufs Eis gehen, und wer möchte, kann die Nacht draußen in einer Trapperhütte verbringen. Ganz ohne elektrischen Strom, nur geheizt von zuvor gehacktem Holz und mitgeführten Schlafsäcken. Die Sonne streift Ende März noch bis weit nach 20 Uhr über den Horizont. Genug Zeit für Anton und seine Kollegen, den Gästen ein fulminantes Abendessen auf einem kleinen Kaminofen zu kochen. Es gibt kräftige Suppe und frisch gebackenes Brot. Langsam zieht die Dunkelheit ein, doch der Vodka und die russischen Lieder heizen mächtig ein. Der Abend wird lang, die Nacht entsprechend kurz. Eine Nacht unter einem Sternendach, die keiner der Anwesenden je vergessen wird. Irrlichter um Mitternacht inbegriffen. 

»Very soon you will miss our Banya«, Anton erhöht die Schlagzahl mit den Birkenzweigen. Der »Getroffene« genießt. Morgen heißt es noch vor Sonnenaufgang Abschied nehmen. Sein Grinsen ist nicht so entspannt wie die Tage zuvor. »Come again and bring your friends with you. The White Sea is better than all tropic seas. « Er dreht sich um und verschwindet schnell aus dem Banya. Bis die nächs-ten Gäste kommen, und es wieder heißt: »Let me entertain you«!

Weißes Meer

Das Wetter am Weißen Meer ist wechselhaft und launisch, da die kontinentalen und maritimen Einflüsse die Wetterlage beeinflussen. Die Winter am Weißen Meer sind lang, obwohl es erst ab Mitte November zur Eisbildung kommt. Oft erst im Dezember entsteht eine tragfähige Eisdecke. Die Unterwasserwelt ist deutlich farbenfroher, als man vermutet. Regenbogenfarbene Seesterne, gelbe und weiße Weißmeerkorallen, rosa und weiß leuchtende Anemonen,  pastellrosafarbene und orangene Weichkorallen und nicht zu vergessen die fast golden schimmernden Kelpwälder. Das beeindruckendste ist aber das Eis. Durch die Gezeiten wird es gehoben und gesenkt, bricht und friert wieder. Bei einem Tidenhub von bis zu zwei Metern ist dies ein gewaltiges Schauspiel. Dabei entstehen unglaubliche Formationen unter Wasser und regelrechte Eistürme über der Eisfläche. Tauchen bedeutet staunen unter Eis. Gewaltig sind die riesigen Gorgonenkopfquallen, häufig anzutreffen ist der Seewolf, unscheinbar und doch einzigartig sind die Blaumuscheln, die überall an den Felsen kleben. Wie ausgesät wachsen an manchen Stellen riesige Kolonien an Weißmeerschwämmen, in manchen Buchten finden sich Millionen an Garnelen, in anderen Heerscharen an Gespensterkrebsen, und im Freiwasser schweben engelsgleich hunderte an bunten Ruderschnecken. 

Kinderstube für Beluga-Wale

In unmittelbarer Nachbarschaft der Tauchbasis leben in einer abgesperrten Bucht Beluga-Wale. Sie sind Wildfänge, die dem Oceaneum von Sant Petersburg gehören. Es ist geplant, die Tiere zu züchten. Im letzten Jahr sind zwei größere Becken mit Netzen angeschafft worden, in denen sie nun leben, zuvor waren die Käfige viel zu klein für die Belugas. Die neuen Netzkäfige haben nun einen Durchmesser von zirka 50 Meter. Nicht riesig, aber mehr als dreimal so groß wie vorher. Im letzten Jahr waren es vier Tiere. Vermutlich werden die Wale aber auch in alle Welt verliehen oder sogar verkauft. Betreut werden sie von zwei Meeresbiologinnen, die sie mehrmals täglich füttern und sich um die Gesundheit der Tiere kümmern. Gegen Bezahlung dürfen Taucher unter Aufsicht der Biologinnen ins Becken und die Tiere fotografieren oder einfach nur bestaunen. Fast alle Bilder, die in den letzten Jahren von Belugas unter Wasser publiziert wurden, sind in diesen Becken entstanden.   

Info

Anreise

Flug mit Finnair von verschiedenen deutschen Flughäfen via Helsinki nach Kuusamo, 23 kg Freigepäck
(20 kg Tauchgepäck online bestellt kosten 60 EUR hin und zurück), ab Kuusamo wird man vom Dive Center mit VW-Transportern abgeholt.
Die Fahrzeit beträgt gut 7-8 Std.
(2 Std. bis zur finnisch-russischen Grenze).

Einreise und Visum

Für Russland ist ein Besucher/Urlaubs-visum erforderlich, das für 35 EUR an den Konsulaten beantragt werden kann. Dafür muss man persönlich zweimal vorsprechen. Ab 49 EUR gibt es Internet-Services, die für einen alle Arbeiten/Anträge erledigen – unbedingt zu empfehlen! 

Um das Visum zu beantragen, braucht man aus Russland eine schriftliche Einladung (Formular), das vom »Arctic Circle Dive Center« nach der Buchung zugesandt wird. Zusätzlich braucht man vom Arbeitgeber eine Lohnbestätigung oder eine Gewerbeanmeldung bei Selbstständigen.
Ein bezahltes Rückflugticket ist ebenso vorzulegen. Die Ausstellung des Visums dauert ca. 2 Wochen. Eilanträge sind möglich, kosten aber deutlich mehr. 

Reisezeit

Eistauchen ist von Januar bis Mitte April möglich. Am schönsten sind März und April, denn dann sind die Tage bereits wieder länger und das Wetter meist stabiler. Selbst wenn über Europa ein Tiefdruck-gebiet festhängt, scheint über dem Weißen Meer häufig die Sonne. Temperaturen von 0 bis -5°C tagsüber und bis zu -30°C in der Nacht sind üblich in der Region.

Zeit: MEZ + 2 Std.

Essen und Trinken

Die Küche ist ähnlich wie in Zentraleuropa. Schnitzel, Schweinebraten, Suppen, Salate und auch Fisch kommen täglich frisch auf den Tisch. Das Buffet ist einfach, aber reichhaltig. Vegetarier müssen sich ankündigen, denn die Russen essen gerne deftig. Süßspeisen und Kuchen sind 24 Stunden auf dem Buffet verfügbar. Ebenso Kaffee, Tee, Wasser und Säfte. Softdrinks, Bier und Alkohol ist günstiger als in Zentraleuropa.

Geld

Die Währung Russlands ist der Rubel (RUB),
1 EUR ≈ 70 RUB. Gängige Kreditkarten (Visa, Eurocard) werden in Russland akzeptiert, EC-Karten fast nirgendwo.

Gesundheit

Das »Arctic Circle Dive Center« liegt weitab in den Wäldern des Polarkreises. Dekotauchgänge sollte man tunlichst vermeiden. Persönliche Medikamente unbedingt in ausreichender Menge im Handgepäck mitnehmen. Erste Hilfe ist vor Ort möglich, Sauerstoff und ein Defibrilator vorhanden.
Weitere Infos: www.frm-web.de

Veranstalter

Arctic Circle Dive Center dürfte die führende Eistauchbasis Europas sein, z.B. buchbar bei »Beluga Reisen«
(www.beluga-reisen.de). 

Preisbeispiel: Transfers ab/bis Flughafen Murmansk, 7 Ü/VP, alkoholfreie Getränke, Nutzung der Sauna, Insolvenzabsicherung ab 899 EUR/Pers. (Preise für Einzelbelegung auf Anfrage);
Tauchen: 5 Tauchtage
à 2 reguläre Tauchgänge/Tag
399 EUR/Pers., 5 Tauchtage
à 2 Eis-Tauchgänge/Tag
679 EUR/Pers.€– inkl. Flaschen, Blei, Transfers zu den Tauchspots (Boot, Fahrzeug, Schneemobil), Guide;
Tauchkurse: PADI Ice Diver
(inkl. Ausrüstung und Kursbuch,
zzgl. Zertifizierungsgebühr
26 EUR, zahlbar vor Ort)
369 EUR/Pers.

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